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Spielbericht vom Sa, 13.07.19 (He-1)
Interview mit Abteilungsleiter Peter Stracke
Kaderplanung und Vorbereitung der Sechtem Toros auf die Saison 2019/20
(Text: Johannes Pieck - Update: 28.07.2019, 11:45 Uhr)

UPDATE:

Getreu der Lebensweisheit "Erstens kommt es anders ... und Zweitens als man denkt" bedauern die Sechtem Toros das unten abgedruckte Interview vom 13.07.2019 hinsichtlich der Besetzung der Trainer-Position für die Saison 2019/20 in der 2. Regionalliga West wie folgt aktualisieren zu müssen:

Berufsbedingt kann der langjährige Head-Coach Meik Bassen anders als ursprünglich kommuniziert ab September dieses Jahres nicht wieder ins Coaching der 1. Herrenmannschaft einsteigen und wird den Bornheimern in der gesamten Spielzeit nicht zur Verfügung stehen.

Norbert Müller wird die Saisonvorbereitung und das Coaching der Toros übernehmen bis über die Benennung eines evtl. Co-Trainers entschieden wurde.



(Redaktion: Johannes Pieck - veröffentlicht am 13.07.2019 17:55 Uhr)

Am gestrigen Freitag trafen sich Abteilungsleiter Peter Stracke und Pressesprecher Johannes Pieck zu einem ausführlichen Interview, bei dem die Planungen und Vorbereitungen der Sechtem Toros für die Saison 2019/20 in der 2. Regionalliga West im Vordergrund standen.

Dieses Gespräch veröffentlichen wir an dieser Stelle in voller Länge:


Interview

Peter, nun haben die Sommerferien schon begonnen und zum Kader der Sechtem Toros für die kommende Saison konnte ich bislang nur wenig Erhellendes verkünden. Wie ist der Stand der Dinge?

Peter Stracke:
Richtig, Johannes, für die kommende Saison haben wir uns bei der Kaderbildung ungewöhnlich schwer getan. Zwar konnten wir früh Norbert Müller als neuen Trainer für uns gewinnen, der zusammen mit Meik Bassen die Toros in der kommenden Saison führen wird. Aber die passende Mischung an Spielern zu finden, war diesmal nicht einfach. Dabei hat sich natürlich für uns auch negativ ausgewirkt, dass Meik kurzfristig berufsbedingt dem Verein mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen wird.


Dadurch verpasst Meik praktisch die komplette Saisonvorbereitung. Wird er denn anschließend in die Trainerfunktion zurückkehren?

Peter Stracke:
Ja, ich stehe in engem Kontakt mit Norbert und rede ab und an auch mit Meik. Er ist über die Kaderbildung und den Stand der Saisonvorbereitung informiert. Wir freuen uns, dass Norbert, den wir zusammen mit Meik an die Rolle des gleichberechtigten Trainers heranführen wollten, sofort bereit war, in stärkerem Maße Verantwortung und auch die Kaderplanung federführend zu übernehmen.


Die letzte Saison verlief einigermaßen erfolgreich für die Toros. Nach Platz 2 zum Ende der Hinrunde und einer schwächeren Rückrunde belegte das Team letztlich Platz 5. Da hätte ich eigentlich erwartet, dass sich viele interessierte Spieler bei uns zu den Try Outs vorstellen.

Peter Stracke:
Richtig, rein vom sportlichen Ergebnis konnten wir mit der zurückliegenden Saison einigermaßen zufrieden sein, auch wenn das Potenzial des letztjährigen Teams ganz sicher mehr zugelassen hätte. Wer die Toros besonders in der Rückrunde aufmerksam beobachtet hat, wird bemerkt haben, dass es in Sachen Teamchemie oft nicht rund lief. Sogar Zuschauer, die keine ausgewiesenen Basketballexperten sind, haben mich vor allem nach den letzten Spielen darauf angesprochen, dass die Mannschaft nicht immer an einem Strang gezogen hat. Entsprechend war schon zu vermuten, dass einige bisherige Akteure uns für die Saison 2019/20 nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Ich nehme an, dies war auch einer der Gründe, warum sich gerade zu Beginn der Try Outs nur wenige neue Spieler mit Regionalliga-Erfahrung oder -Potenzial bei uns vorgestellt haben.


Spielt dabei nicht auch eine Rolle, dass die Liga in der kommenden Saison erneut mit einigen Konkurrenten aus der weiteren Nachbarschaft besetzt ist? Ein Umstand, der bei den Zuschauern zwar ganz sicher die Vorfreude auf viele Derbys weckt, potenziellen Neuzugängen jedoch etliche Optionen bietet?

Peter Stracke:
Richtig, als Abteilungsleiter halte ich mich normalerweise aus der Kaderbildung der Toros raus. Aber als ich erfahren habe, dass mit Paul Hörschler das erste „Sechtemer Urgestein“ für die nächste Saison abgesagt hat und ähnliches auch bei einigen weiteren Spielern drohte, sah ich mich gezwungen, mich in dieser Saison ausnahmsweise einmal einzumischen.


Wie darf ich mir das vorstellen?

Peter Stracke:
Nun ja, nach Ende der letzten Saison haben die Trainer schon einige „Lessons Learnt“-Gespräche mit diversen Spielern geführt. In gemeinsamen Runden mit unserem Trainer Norbert Müller, Team-Manger Robert Posa und mir haben wir vor allem die Gründe für die schlechte Teamchemie beleuchtet und dann mit einigen Spielern diskutiert. Das waren keine angenehmen Gespräche und ich war überrascht wie viel Unverarbeitetes aus den letzten Jahren hierbei hervorkam. Es wurde emotional diskutiert mit vielen sachlichen Argumenten, aber manchmal leider auch mit unsachlichen Statements oder Anschuldigungen, die nicht mehr eindeutig zu klären sind. Im Zuge dessen hat sich dann leider Robert Posa aus der He-1 zurückgezogen. Gemeinsamer Konsens war jedoch, dass die Ausschüttung von - wenn auch nur geringen - Spielergehältern in der letzten Saison eher eine Ursache für die schlechte Team-Chemie gewesen ist. Es passt nicht, wenn „bezahlte“ Spieler im Training weniger Leistung bringen als andere, jüngere Akteure, die ohne Bezahlung auf jedes Training brennen. Zudem führte der große Kader der letzten Saison gelegentlich zu Situationen, in denen gute Trainingsleistungen am Wochenende nicht mit entsprechender Einsatzzeit belohnt werden konnten.


Das hört sich nach tiefsitzenden Problemen an. Wie konnten diese gelöst werden??

Peter Stracke:
Gemeinsam haben wir uns zu einem klaren Strategiewechsel entschieden. Wir haben eine Ausrichtung entworfen, die über mehrere Jahre angelegt ist und auch das Team der 2. Herren mit einbezieht. Erstes und wichtigstes Ziel ist es, den Team-Spirit wieder nach Bornheim zu holen. Wir wollen den Rahmen schaffen, dass am Ende der Saison alle Spieler der Herren 1 und 2 sagen: „Es war eine großartige Saison. Ich habe gerne für Sechtem gespielt und möchte auch in der Saison 2020/21 wieder hier sein.“


„Klarer Strategiewechsel“, das hört sich nach deutlichen Veränderungen und tiefgreifenden Maßnahmen an. Wie sehen die denn konkret aus?

Peter Stracke:
Zum einen werden wir die Aufwendungen für Spieler schon in der im Herbst beginnenden Saison 2019/20 deutlich reduzieren und vermutlich in der Saison 2020/21 noch weiter. Eine Konsequenz dessen ist, dass wir neben anderen Akteuren auch Marcus McLaurin für die kommende Saison kein Angebot mehr machen. Zudem werden wir mit einem deutlich kleineren Kader in die neue Saison starten, um Platz zu lassen, dass besonders die jungen Talente aus der Herren 2 auch in einigen Spielen Regionalligaluft schnuppern können. Und schließlich haben wir bei der Kaderbildung in besonderem Maße auch auf den Charakter eines jeden Spielers geschaut und wie er ins Team passt.


Läufst Du nicht Gefahr, dass Basketballinteressierte, deren Herz nicht im Überschwang für die Toros schlägt, aus Deinen Ausführungen herauslesen, unser Kader könne womöglich in der 2. Regionalliga nicht konkurrenzfähig sein? Oder konkret gefragt, haben die Toros auch einen möglichen Abstieg in die Oberliga auf dem Zettel?

Peter Stracke:
Nein, ganz so sehe ich das nicht. Klar ist allerdings, während es uns in der letzten Saison schon sehr wichtig war, einen Kader zu finden, der mindestens oben mitspielt, achten wir nun weniger auf die Platzierung in der Tabelle. Wenn die Teamchemie stimmt, aber die Toros sich am unteren Ende der Tabelle wiederfinden sollten, dann würden wir zur Weihnachtszeit nicht noch einmal Geld in die Hand nehmen und den angestammten Spielern Neuzugänge „vor die Nase“ setzen, um mit aller Macht einen Abstieg zu vermeiden. Wir halten dem Trainerteam Norbert und Meik in der kommenden Saison klar den Rücken frei. Priorität hat die Teamchemie, um die Spieler der kommenden Saison auch im darauf folgenden Jahr wieder für die Toros gewinnen zu können. Selbst wenn es dann um einen Wiederaufstieg aus der Oberliga in die 2. Regionalliga gehen würde.


Das heißt aber, dass sich die Zuschauer mehr als in den Vorjahren auch auf Niederlagen im heimischen Alexander-von-Humboldt-Gymnasium einstellen müssen? Laufen wir dann nicht Gefahr, unsere gewachsene Fangemeinde zu verlieren?

Peter Stracke:
Ich glaube, nein. Einerseits ist der Kader, den Du in den kommenden Tagen und Wochen verkünden kannst, so schlecht nicht. Im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass wir besonders in der Rückrunde das eine oder andere Top-Team durchaus ärgern können. In der Hinrunde könnte es jedoch tatsächlich passieren, dass wir in der Crunch-Time das eine oder andere Spiel verlieren, weil dann bei uns auch Spieler auf dem Feld stehen, die in ihrer sportlichen Vergangenheit mit solchen Situationen nur selten konfrontiert waren. Andererseits kenne ich unsere Fanbasis sehr gut und bin mir sicher, dass sie den Toros die Treue halten, wenn - und das ist wichtig - sie erkennen, dass das Team auf dem Feld und auf der Ersatzbank geschlossen bis zur letzten Minute kämpft. Das ist, was nicht nur ich sondern alle anderen Zuschauer sehen wollen und das habe ich dem Team in einer Ansprache in der letzten Woche auch sehr deutlich gemacht. Ich denke schon, unsere treuen Fans werden kämpfende Toros sinnbildlich als 6. Mann zu dem einen oder anderen unerwarteten Sieg „tragen“, genau wie schon so oft in der Vergangenheit. An dieser Stelle übrigens einen herzlichen Dank dafür an unsere Fans für ihre Unterstützung.


Du hast eine mehrjährig ausgelegte Strategie angesprochen, die auch die 2. Herrenmannschaft mit einbezieht. In welcher Form soll dies geschehen?

Peter Stracke:
In der Vergangenheit haben es unter dem Strich zu wenige Spieler aus den eigenen Reihen in eine verantwortungsvolle Position im Team der 1. Herren geschafft. Meist kamen viele der Leistungsträger von außen. Das wollen wir ändern. Aber wir kennen unsere Grenzen als kleiner Verein umzingelt von den Großen wie Telekom Baskets Bonn, Dragons Rhöndorf, RheinStars Köln oder auch Bayer Giants Leverkusen. Die besten Talente aus unserer Jugendabteilung werden auch weiterhin zu den großen Vereinen abwandern. Das ist auch gut so, denn wir sehen nicht, wie wir als Sechtem Toros ein NRW-Liga- oder NBBL-Team stemmen könnten. Aber Spielern, die zurückkommen oder die den Sprung in diese Jugendligen nicht wagen bzw. schaffen, wollen wir bei den Toros eine bessere Perspektive bieten. Dazu gehört, dass unsere Zweitvertretung sportlich näher an die 1. Mannschaft heranrückt. Ich glaube, dass wir in der kommenden Saison ein sehr starke „Zweite“ für die Bezirksliga haben und dass sie unter ihrem Trainer Robert Salomon um den Aufstieg mitspielen kann. Ziel ist es, dass die Bornheimer Zuschauer zukünftig öfter ihre Kinder oder Enkel dabei beobachten, wie sie aus der Jugend über die 2. Herren zu Leistungsträgern der Toros werden.


Und wie sieht der Kader der Toros für die kommende Saison nun konkret aus?

Peter Stracke:
Ich will Dir dabei nicht zu sehr vorgreifen, schließlich wirst Du den Kader wie gewohnt in der nächsten Zeit im Detail vorstellen. Ohne zu viel zu verraten, werden jedoch mit Henning Bromberg, Jack Lahr und Lennart Joest schon jetzt 3 junge Bornheimer Jungs an Bord sein. Der noch jüngere Niklas Weise ist zwar erst letztes Jahr im Vorgebirge zugezogen, hat aber in unserer erfolgreichen U18 sehr viel zur Oberliga-Meisterschaft beigetragen, so dass ich ihn ebenfalls fast schon als Bornheimer ansehe. Mit Christoph Molitor, Miguel Iglesias Fernandez, Magnus Arens und Joel Lukeba sind 4 Spieler dabei, die wir teilweise schon einige Jahre in Bornheim schätzen gelernt haben. Ergänzt wird unser 13er-Kader durch 5 Neuzugänge, von denen ich persönlich zwar noch nicht so viel gesehen habe. Unser Trainer Norbert Müller sieht die Entwicklung der neuen Akteure allerdings längst noch nicht abgeschlossen und bescheinigt jedem Einzelnen eine Menge Steigerungspotential.


Und wann kann man das neue Team dann das erste Mal in Aktion sehen?

Peter Stracke:
Die Saisoneröffnung planen wir derzeit für den Samstag, den 07.09.2019 mit einem Trainingsspiel am Nachmittag. Es soll wie letztes Jahr wieder ein Rahmenprogramm sowie ein Catering geben. Der Termin steht allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass wir die Hallenzusage der Stadt Bornheim bekommen. Schon vorher findet auswärts das WBV-Pokalspiel beim DJK Köln-Nord statt. Daher, liebe Fans: Bitte auf die entsprechenden Ankündigungen auf der Homepage der Sechtem Toros achten!


Peter, ich danke Dir für das aufschlussreiche Gespräch.

Peter Stracke:
Vielen Dank auch an Dich, Johannes. Nicht nur dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, die aktuellen Entwicklungen bei den Toros zu erläutern, sondern auch für Deine umfassende Öffentlichkeitsarbeit, die nicht nur von Toros-Familie geschätzt wird.




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